Rechtsanwalt Kanzlei Schnepper Melcher in Freiburg

Arzterben haften für Steuern aus Verkauf einer Arztpraxis

Das hat das FG Münster mit Urteil vom 24.09.2019 zum Aktenzeichen 12 K 2262/16 entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision zum Bundesfinanzhof (BFH) hat das Finanzgericht zugelassen.

Der Fall:

Der Erbe ließ in dem Entscheidungsfall die Arztpraxis von einem Berufsträger fortführen, bis er sie schließlich veräußerte. Das Gericht hat entschieden, dass auch bei einem berufsrechtlichen Zwang zum Verkauf einer geerbten Praxis nach Ablauf einer kurzen Übergangszeit für die vertretungsweise Führung der Praxis durch den Erben, der über keine ärztliche Approbation verfügt, von einer Eigenschuld des Erben auszugehen ist und deshalb nicht Erbfallverbindlichkeiten darstellen.

Die Entscheidung:

Die Erben eines Arztes, die seine Praxis nach seinem Ableben verkaufen, erzielen einen steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn, eine Begrenzung auf die vorhandene Erbmasse erfolgt nicht.

Das gesamte Urteil kann hier nachgelesen werden.